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Fünf Vorteile, die traditionelle Lebensmittelhändler gegenüber Online-Pure-Playern haben, und warum sie diese unbedingt nutzen sollten

Die Digitalisierung hat bereits zahlreiche Branchen durcheinander gewirbelt. Dabei sind es häufig die Online-Pure-Player, die Innovationen vorantreiben und traditionelle Geschäftsmodelle in Frage stellen – seien es Amazon im Handel, Airbnb in der Unterkunftsvermittlung oder Uber in der Personenbeförderung. Der Lebensmittelhandel galt aufgrund seiner Komplexität lange als immun gegen derartige Disruptionen, doch spätestens seit Amazon auch diesem Wirtschaftszweig mehr Aufmerksamkeit schenkt, sind auch hier größere Veränderungen nicht mehr ausgeschlossen.

 

Dennoch haben die etablierten Unternehmen des stationären Lebensmittelhandels gute Chancen, ihre Position auch im Onlinelebensmittelhandel zu behaupten – sofern sie ihre Vorteile gegenüber potentiellen Neueinsteigern gut ausspielen.

 

1. Lebensmittelhandel ist anders
Es kommt nicht von ungefähr, dass der Onlinehandel mit Lebensmitteln erst verhältnismäßig spät an Fahrt gewonnen hat. Schließlich waren in der Vergangenheit noch zahlreiche „einfachere“ Produktgruppen wie Bücher oder Elektronik zu besetzen. Im Gegensatz zu diesen Segmenten ist der Onlinevertrieb von Lebensmitteln mit seinen speziellen Anforderungen wie der Einhaltung der Kühlkette und seinen geringen Margen deutlich komplexer. Während sich reine Onlinehändler notwendiges Know-how erst einmal mühsam aneignen müssen, besitzen alteingesessene Lebensmittelhändler oftmals jahrzehntelange Erfahrung in zentralen Bereichen wie der Logistik und der Preisgestaltung. Diesen Wissensvorsprung gilt es zu halten.

 

2. Lebensmittelhändler besitzen Vertrauen
Der Lebensmittelhandel ist nicht nur komplex, sondern beschäftigt sich auch mit äußerst sensiblen Gütern, die bei falscher Behandlung schnell verderben können. Da sich Fehler des Händlers im Extremfall sogar auf die Gesundheit der Kunden auswirken können, müssen sie in ihrer Zielgruppe vor allem Vertrauen aufbauen. Dieses Vertrauen besitzen etablierte Stationärhändler in der Regel bereits seit vielen Jahren, während es sich Neueinsteiger in den Markt erst noch erarbeiten müssen. Onlineangebote traditioneller Händler stoßen dagegen auf vergleichsweise wenig Skepsis.

 

3. Die Kunden kaufen bereits regelmäßig im traditionellen Lebensmittelhandel ein
Lebensmittel sind Artikel des täglichen Bedarfs. Dementsprechend genießt der traditionelle Lebensmittelhandel das Privileg, einen direkten und regelmäßigen Kontakt zum Kunden zu haben. Zumindest derzeit müssen Kunden somit nicht mühsam akquiriert werden. Stattdessen sollte der Kundenkontakt genutzt werden, um die Kundschaft durch wohl durchdachte Marketingmaßnahmen und Angebote auch an neue Vertriebskanäle wie einen Onlineshop zu gewöhnen und zu binden.

 

4. Lebensmittelhändler besitzen ein engmaschiges Filialnetz
Das dichte Filialnetz unterscheidet den Lebensmittelhandel von vielen anderen Handelszweigen. So ist das nächste Lebensmittelgeschäft in vielen Ländern der Erde für zahlreiche Kunden nur wenige Minuten entfernt. Sich Lebensmittel nach Hause liefern zu lassen, ist für einen Großteil der Kunden daher keine zwingende Notwendigkeit, wodurch sich die Hürde für den Onlinehandel zusätzlich erhöht. Darüber hinaus bieten die Filialen den traditionellen Lebensmittelhändlern einen weiteren Vorteil: Mit entsprechender Vorbereitung könnte in ihnen zuvor online bestellte Ware an den Kunden übergeben werden. Online-Pure-Player müssen eine derartige Infrastruktur an Abholstationen erst noch aufbauen.

 

5. Der Versand von frischer und gekühlter Ware bleibt kompliziert
Auch wenn viele Unternehmen derzeit darüber nachdenken, wie man frische und gekühlte Produkte ohne Qualitätsverlust zum Kunden bringen und dabei auch rentabel sein kann – die Logistik bleibt die größte Herausforderung des Onlinelebensmittelhandels. Unter diesen Voraussetzungen scheint es zumindest nicht ausgeschlossen, dass der Verkauf frischer und gekühlter Ware auch in Zukunft eine Domäne des stationären Handels bleibt. Hiervon würden insbesondere die traditionellen Lebensmittelhändler profitieren, deren direkter Kundenkontakt somit weiterhin erhalten bliebe.

 

Auch wenn sich die Branche durch den Einstieg neuer Konkurrenten wandeln wird: Traditionelle Lebensmittelhändler haben einige Asse im Ärmel, die sie gegen die neuen Wettbewerber ausspielen können. Diese Vorteile sollten allerdings nicht als Ausrede genutzt werden, um die Hände in den Schoss zu legen. Zwar ist die Hürde für den Onlinehandel im Lebensmittelsektor höher als in anderen Produktgruppen, da viele eingeübte Einkaufsgewohnheiten dem stationären Handel in die Hände spielen, doch unüberwindbar ist sie nicht. Ein mahnendes Beispiel hierfür ist die Modebranche: Innerhalb dieses Wirtschaftszweigs gingen vor einigen Jahren nur wenige Experten davon aus, dass der Onlinehandel spürbare Umsatzanteile gewinnen würde. Der Wunsch der Kunden, Kleidung vor dem Kauf anzuprobieren, erschien vielen damals als unüberwindbares Hindernis. Heute wird beispielsweise in Deutschland fast ein Viertel des Fashionumsatzes im E-Commerce erwirtschaftet.

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Alexander Vinh

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